Lomi Lomi und die Psychoanalyse

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Huna und die Psychoanalyse
Huna und die Psychoanalyse

Huna und Psychoanalyse

Max Freedom Long (1890-1971) belebte in den 1920 Jahren die Huna Bewegung neu, indem er das Wissen der Kahunas zusammentrug, katalogisierte und interpretierte. Die Lehre selbst greift auf Jahrhunderte alte, größtenteils nicht geschriebene Weisheiten zurück. Niederschriften, so auch die Werke von Max Freedom Long, repräsentieren zwangsläufig eine eigene Sicht auf die Wirklichkeit (hermeneutischer Zirkel). Inwieweit Huna eine Schöpfung von Max Freedom Long oder die Weisheit der alten Kahunas ist, bleibt letzen Endes umstritten.

Dies ist insofern relevant, als man nach Parallelen zu anderen Lehren sucht. Sigmund Freud (1856-1939) hatte seine wichtigste Schaffensperiode zwischen 1895 und 1920, also kurz vor Max Freedom Long. Große Gelehrte haben zwangsläufig ein umfangreiches Wissen und beschäftigen sich mit wesentlichen Schöpfungen ihrer Zeit. Inwieweit dies bei Max Freedom Long und Sigmund Freud der Fall war ist schwer belegbar.

Wesentliche Wahrheiten können natürlich auch völlig unabhängig voneinander entdeckt werden. Dies würde im herkömmlichen Sinn die Richtigkeit von Thesen sogar bekräftigen.

Die drei Selbste im Huna - Bewusstseinsebenen bei Freud

Das untere Selbst (Ku), das ES

Das Ku hört, riecht und schmeckt. Es reagiert immer so wie es einmal gelernt hat. Seine Hauptfunktion ist das Erinnern. Das Gedächtnis ist im Huna nicht im Gehirn sondern im Ku vorhanden. Bei Freud ist das ES das Symbol für das Unbewusste, durchaus ähnlich zum Ku. Es repräsentiert die Triebe, Affekte und Bedürfnisse.

Das mittlere Selbst (Lono), das ICH

Das Lono ist die Ebene des Bewusstseins. Es verbindet die innere und die äußere Welt. Seine Hauptfunktion ist das Entscheiden und Bewerten. Lono stellt die Ebene der Kontrolle dar. Das Ich bei Freud ist für das kritische und rationale Denken zuständig. Das ich führt aus und stellt den Bezug zur Aussenwelt dar.

Das hohe Selbst (Kane), das ÜBERICH

Das Kane steht für die Inspiration, es ist die Quelle des Göttlichen und Übersinnlichen. Im hohen Selbst liegt die Liebe. Es steht für unseren persönlichen Weg im Universum. Wir können es um Rat fragen. Hier ist ein wesentlicher Unterschied zum kritisch rationalen Denken, dem sich Freud offenbar mehr verpflichtet fühlte. Das ÜBERICH steht nämlich für die Moralvorstellungen, Gebote und Werte unserer Gesellschaft. Freud betont den Kampf zwischen Trieben (ES) und Geboten (ÜBERICH).

Mythos und Logos

So ähnlich die drei Bewusstseinsebenen im Huna und bei Freud auf den ersten Blick erscheinen mögen, so sehr merkt man auch, dass die beiden Modelle über den Menschen aus unterschiedlichen Kulturen stammen.

Huna beschäftigt sich viel weniger mit Kritik und versucht die Energien auf die positiven Momente im Leben zu fokussieren. Es bleibt mehr Raum für die göttliche Inspiration, denn dort liegt das hohe Selbst. Inspiration ist auch die Kraft von Kreativität und neuen Errungenschaften. Im Huna meint man den Körper durch die Belebung dieser göttlichen Kräfte auf den richtigen Weg bringen zu können. Dies kann man mit Gesundheit in unserem Sinn gleichsetzen.

Die Wellness Insel steht für selektive und reflektierte Anwendung der besten Heilmethoden verschiedener Kulturen. Der Mythos wird jedoch nicht fehlen. Lomi Lomi würde ohne diesen, keine schöne Körperbehandlung sein.


Literaturverzeichnis


Fakten zu Huna und die PsychoanalyseRDF-Feed
Kurzbeschreibung Max Freedom Long (1890-1971) belebte in den 1920 Jahren die Huna Bewegung neu, indem er das Wissen der Ka-Hunas zusammentrug, katalogisierte und interpretierte.
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